LEADER-Region so erfolgreich wie nie zuvor

MItgliderversammlung auf BUGA-Stühlen vor dem Forsthaus Mühlenholz

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „Elb-Havel-Winkel“ hat in der Förderperiode 2014-2020 bislang 60 Projekte unterstützt. Nun könnten weitere Vorhaben diese Erfolgsbilanz noch verbessern. Entsprechende LEADER-Projekte wurden auf der jüngsten Mitgliederversammlung am 22. Juni in Havelberg beschlossen.  

„Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Bewilliungsprozess bei den Landesbehörden fällt das Fazit der vergangenen Jahre sehr positiv aus“, sagte der LAG-Vorsitzende, Bernd Poloski, während der Mitgliederversammlung, die im Außenbereich des Forsthauses Mühlenholz stattfand. Das Treffen der Mitglieder konnte erstmals wieder persönlich durchgeführt werden, nachdem die Versammlungen in den vergangenen Monaten cornabedingt zweimal digital stattfinden mussten. 

Derzeit befindet sich die LEADER-Förderung im Land in einer Übergangsphase. Für den Elb-Havel-Winkel stehen dadurch noch 440.000 Euro zur Unterstützung von Vorhaben zur Verfügung. Bis Ende 2022 können Projekte mit diesen Mitteln gefördert werden. Die Lokale Aktionsgruppe Elb-Havel-Winkel hat dazu eine Prioritätenliste 2021/2022 mit Vorhaben aufgestellt und beschlossen. „Das Budget reicht leider nur für elf Projekte“, informierte LEADER-Manager Björn Gäde. Der Bedarf an Fördermitteln sei mehr als doppelt so hoch. 

Beschlossen wurde durch die LAG-Mitglieder zudem der Bericht über die Abschlussevaluierung der Förderperiode. „Mit EU-Geldern haben wir in den vergangenen fünf Jahren flächendeckend sehr breit in die Zivilbevölkerung, in Unternehmen, Kommunen und Vereine wirken können“, sagte Björn Gäde. Der abgelaufene Förderzeitraum ist somit der erfolgreichste im Gebiet zwischen Elbe und Havel überhaupt.

„In vielen Orten haben LEADER-Vorhaben zur nachhaltigen Gestaltung der Region einen Beitrag geleistet“, so Gäde. Er erinnert in diesem Zusammenhang an zahlreiche Projekte zur Sicherung der Daseinsvorsorge, zum Erhalt des gesellschaftlichen Lebens und zur Erhöhung der Wirtschaftskraft insbesondere auch in Orten wie Klietz und Schollene. Neben den investiven Vorhaben begleitete die LAG mehrere innovative Marketingaktionen. Dazu zählen etwa jüngst die „Pedalenspione“, die auf die knotenpunktbezogene Wegweisung und das Potenzial der nachhaltigen Mobilität auf zwei Rädern aufmerksam gemacht haben.

Um weiterhin Europapolitik vor Ort sichtbar zu machen, hat die LAG von der Landesregierung einen stärkeren Bürokratieabbau gefordert. „Wir möchten auch in Zukunft Prozesse von der Basis heraus initiieren und gestalten können“, sagte Bernd Poloski. LEADER funktioniere nach diesem Prinzip, dem sogenannten Bottom-up-Ansatz. „Damit er auch in den nächsten Jahren gut gelingen kann, sollte der Abbau der Bürokratie sehr ernst genommen werden“, appellierte Poloski.